Das Langzeitpraktikum – eine berufsvorbereitende Maßnahme in der Hauptschule

 

1. Begriff

 

Das Langzeitpraktikum ist eine Maßnahme für Schüler der Klasse 10 Typ A der Hauptschule, die auf besondere Art und Weise zum Beruf hinführen und auf ihn vorbereiten soll.

An vier Tagen in der Woche gehen die Jugendlichen zur Schule. Einen Tag in der Woche verbringen sie über einen längeren Zeitraum, maximal bis zu einem Jahr, an einem Praktikumsplatz in einem Betrieb ihrer Wahl.

 

2. Inhaltliche, formale, rechtliche und praktische Umsetzung

 

In der Hauptschule sind sowohl kurzfristige Praktika, das dreiwöchige Schülerbetriebspraktikum wie auch ein Langzeitpraktikum bis zu einem Jahr, aber höchstens einen Tag in der Woche, vorgesehen.

Die Teilnahme an einem Langzeitpraktikum setzt eine Empfehlung der Klassenkonferenz sowie die Zustimmung der Schüler und der Erziehungsberechtigten voraus.(s. RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 21.10.2010)

Der Unterricht in der Schule verteilt sich während des Langzeitpraktikums auf vier Unterrichtstage. Aus dem Wahlpflichtunterricht und aus Anteilen des Bereichs Arbeitslehre/Wirtschaft werden die Stunden für das Praktikum gewonnen. Die Kernstunden gemäß der Stundentafel sind einzuhalten.

Der Unterricht der Klassen- und Fachlehrer wird auf die Unterrichtstage der Klassen 10 Typ A verteilt. Der Praktikumstag bleibt für Betreuungsaufgaben (= 4 Wochenstunden) frei von jeglichen Unterrichtsverpflichtungen für die Klassenlehrer.

Betrieb und Schule bewerten das Langzeitpraktikum gemeinsam. In regelmäßigen Wochenabständen erfolgt ein Zwischenbericht aus dem Betrieb. Die Teilnahme der Schüler am Praktikum wird regelmäßig überprüft.

Es besteht die Möglichkeit, bei Bedarf den Praktikumsbetrieb zu wechseln oder das Praktikum zu beenden und wieder am regulären Unterricht teilzunehmen. Daher sollte am Praktikumstag als Alternative auch eine Teilnahme am Unterricht, z.B. in AW, organisatorisch ermöglicht werden. Ggf. sind dazu jahrgangsübergreifende Unterrichtsangebote, z.B. in Form von berufsorientierendem Projektunterricht einzuplanen.

Die Auswahl der Praktikumsbetriebe sollte nahe des Wohnsitzes erfolgen. Bis zu einer Entfernung von 25 km ab der Schule trägt der Schulträger die Fahrtkosten.

Während des Praktikums bleiben die Jugendlichen Schüler ihrer Schule und erhalten keine Vergütung. Sie unterliegen dem Weisungsrecht des Betriebspersonals.

Als Schulveranstaltung unterliegt das Praktikum der gesetzlichen Unfallversicherung.

Falls eine Haftpflichtversicherung erforderlich ist, trägt der Schulträger die Kosten.

Kosten für gesetzlich vorgeschriebene Gesundheitszeugnisse trägt der Schulträger. (s. BASS 2010/11, 12-21 Nr. 1)

 

3. Auswirkungen

 

für die Schüler

Im Langzeitpraktikum

für die Lehrer

Im Langzeitpraktikum

für die Schule

Im Langzeitpraktikum

für die Betriebe

Im Langzeitpraktikum

 

Martina Kau (Arbeitsgruppe „Berufswahlorientierung“)

 

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